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Dienstag, 1. Januar 2013

Hallo ihr Lieben,

jetzt hab ich ja leider schon lange nichts mehr geschrieben, desshalb hier jetzt zuerst mal meine Weihnachten und mein Start ins neue Jahr.
Ich habe Weihnachten bei einer chilenischen Familie gefeiert, es ist die Familie von Erwin, der mein Boss ist und in dessen Haus wir auch wohnen.
Aber zunächst einmal wie alles begann....
Lange konnte ich mich ja nicht entscheiden, was ich an Weihnachten machen soll. Irgendwie hatte sich alles nicht so richtig angefühlt, aber letztendlich hatte ich mich dann entschieden. Die Zeit vor Weihnachten war in Amarillo sehr sehr verregnet. Wir hatten eingentlich den ganzen Dezember keine Sonne und tagein, tagaus nur Regen. Und was für ein Regen! Die Flüsse sind immer dunkler geworden, die Wiesen grüner und die Straßen nicht mehr passierbar. Ich fand das eigentlich ganz ok, weil es kalt war und es ein wenig wie Weihnachten war. Jasmin und ich hatten uns dann vorgenommen Plätzle zu backen. Insgesamt standen wir 3 Abende bis um 12 Nachts da und haben fleißig ausgestochen (Rolle gemacht und abgeschnitten^^), verziert und natürlich das Feuer im Schacht gehalten. Am Ende hatten wir dann Butterplätzle, Zimtsterne (runde Dinger die nun wirklich keine Ähnlichkeit und auch wenig gleichen GEschmack hatten wie Zimtsterne, aber dennoch geschmeckt hatten), Lebkuchen ( das gleiche, Lebkuchen war es keine aber lecker waren sie) und Vanillekipferl. Nicht alle Leckereien haben den Saunagang ohne Verbrennungen überlebt, aber Opfer gibt es ja bekanntlich überall. Nachdem dann unsere Plätzle für die Familien fertig waren und die Entscheidung gefällt war, fehlten nur noch die Reise zu planen. Für mich hatte das bedeutet: 8 Stunden Boot oder 12 Stunden Bus nach Pto. Montt und danach noch mal 12 Stunden nach Santiago. Da das Wetter aber so schlecht war, war bis zum Tag der Abreise nicht klar, ob wir überhaupt loskommen. Denn wenn es so starkt regnet und windet fährt das große Boot nicht, der Bus könnte fahren, nur die Fähren, die der Bus nehmen muss, eben auch nicht. Jasmin und Robin sind einen Tag vor mir und Erwin los und ihr Boot hatten einfach mal 10 Stunden Verspätung! Ich werde mich nie wieder  in Deutschland über 5 min aufregen=) Am TAg unserer Abreise dann hatte sich der Himmel zum ersten mal nach 4 Wochen wieder aufgeklart, wir hatten sogar ein wenig Sonne! Es ging dann also alles nach Plan und 25 Stunden später nach 8 h Boot, 12 Bus, 1 h Metro und meheren Wartestunden waren wir dann endlich in Santiago.
Die Familie wohnt etwas außerhalb vom Zentrum und hat ein kleines, süßes Haus im Stadtteil 'La Florida'. Wie der Name schon sagt gibt es viele Blumen, insgesamt ist es sehr viel ruhiger und es gab sogar einen Garten! Es ist hier also etwa so wie eine kleine Oase der 'Ruhe' im großen Wirrwarr einer Großstadt.

Was ist nun anders wenn man Weihnachten nicht im gemütlich, bekannten und gewohnten Deutschland feiert? Hier die Liste der wichtigsten Dinge:
1) Die Menschen die man liebt
2) Schnee
3) Lebkuchen

Auf diese Dinge musste ich also verzichten, dafür hatte ich aber eine sehr nette chilenische Familie in Santiago, von denen ich Geschenke und sehr gutes Essen bekommen habe^^ Ich hatte zwar keine Lebkuchen aber unheimlich viel Eis und Kuchen. Und das Eis ist so unwahrscheinlich lecker, ich konnte immer zischen 6 verschiedenen Sorten Schokolade wählen-mhhhh wie lecker! Und Schnee gab es sogar auch aber leider erst an Silvester, jetzt noch mehr zu Weihnachten.
Weihnachten ist auch hier ein Fest der Familie und es wird wie in Deutschland gegessen und Geschenke aufgemacht^^ Nur haben wir im Freien gegessen in Top und kurzer Hose, es gab ein BBQ und kalte Getränke mit Eis.
An Silvester wie gesagt, gab es dann Schnee!Er war sogar weiß! Aber ansonsten hatte er nichts mit unserem Schnee daheim zu tun, er kam aus der Tube und hatte einen sehr eigenarteigen Geruch, die Kinder haben es sogar gegessen wobei ich aber nicht glaube, dass dieses Rasierschaumähnliches Zeug essbar war. Aber wenn man nicht so genau hingeschaut hat und seine Ansprüche bis auf das Minimalste runtergedreht hatte, dann war es Schnee=) An Silvester gab es wieder ein BBQ und viel Meeresfrüchte. Danach sind wir dann zu der restlichen Familie aufgeschlossen und diese war wirklich groß. Viele kleine Kinder und viele große Leute. Sie waren alle super nett zu mir und haben ununterbrochen versucht mich mitten in das GEschehen zu ziehen^^ Es gab nicht wie bei uns Feuerzangebowle oder Glühwein, nein es gab Sekt (oder so was ähnliches) mit Früchteeis.

So jetzt mal ein wenig zu den Festen, über die Feiertage gibt es noch viel mehr zu erzählen aber dazu später. Jetzt mache ich mich dann erst einmal wieder auf die Reise in den Regen und in die Kälte und fliehe vor den 35 Grad im Schatten, dem Smog, den Menschen, Autos, Konsum und was noch so zu einer Großstadt wie Santiago dazugehört.

Bis ganz bald mit neuen Abenteuern rund um Santiago und mehr.

Mile

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