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Samstag, 13. Oktober 2012



Hallo ihr Lieben,
so jetzt bin ich schon über eine Woche hier im Park und es wird Zeit, dass ich euch mal erzähl, was ich hier so mache und wie es mir gefällt und so.
Die ersten Tage hatte es hier wie üblich für Patagonien ziemlich schlechtes Wetter, was Regen, Wind und noch mal Regen bedeutet. Aber gearbeitet wurde natürlich dennoch. Momentan gibt es hier sehr viel zu tun, weil immer noch sehr viel von dem Vulkanausbruch zerstört ist. Vor 4 Jahren ist in Chaiten unvorhersehbar der Vulkan Chaiten ausgebrochen und hat die ganze Stadt und das Land drumherum  teilweise zerstört und mit einer Aschedecke bedeckt.  Chaiten selber wurde nach und nach wieder aufgebaut, es stehen aber noch etliche kaputte und unbewohnte Häuser rum. In den Häusern und in den Ecken, die noch nicht wieder aufgebaut wurden liegt immer noch zum Teil Meter hoch die Asche. Auch in Amarillo, wo ich wohne, war alles mit der Asche bedeckt. Die Leute hier hatten alle Hände voll zu tun den Park wieder Aschefrei zu bekommen. Dafür hatten sie im Wald große Löcher gegraben, in die sie die Asche gepackt hatten. Wenn man jedoch im Wald läuft, hat man nicht etwa einen normalen Erdboden unter sich, sondern ein paar Meter Asche. Es sieht wirklich zum Teil etwas gruselig aus, wie die Bäume und Sträucher noch mit der Asche überzogen sind.
An meinem zweitem Tag wir losgezogen um einen neuen Weg für die Touristen auszukundschaften. Wir das sind mein Boss, bei dem ich auch wohne und ungefähr 6 Arbeiter und ich. Es war ein lustiger Anblick, wie alle nur mit Macheten ausgerüstet vor dem undurchdringlichen Urwald standen. Und dann ging es los, sich mit Hilfe der Macheten ein Weg durch das Dickicht zu bahnen. Es war schon lustig aber auch unglaublich anstrengend. Vor allem auch weil man immer wieder zurück musste und einen neuen Weg suchen, wenn der andere im Nichts oder in einem Unüberwindbaren endete. Der ganze Weg geht über drei Hügel und ist ca. mh 3 km lang. An den nächsten Tagen durfte ich dann einen Plan erstellen.
Ansonsten arbeite ich im Gemüsegarten und pflege das Gemüse, packe es schön warm ein, damit es das raue Klima hier übersteht, schneide es ab und so was halt^^  Außerdem hab ich schon Holz gehackt und gelernt ein Feuer zu machen! Das ist besonders wichtig hier, da es keine Heizungen gibt und man nur warm duschen kann wenn ein Feuer an ist (und das auch im Sommer!)
Einen Tag lang hab ich nur Gras gemäht, das war nicht ganz so toll aber muss eben auch gemacht werden. Mit dem Traktor macht es Spaß aber mit der Motorsense nicht. Danach hat mir einfach alles weh getan..ist schon irgendwie anstrengend!
Letzten Samstag mussten wir einen anderen Weg weiter weg begutachten, weil er auch vom Vulkan zerstört wurde. Der ganze Weg ist auf so 2 ½ Stunden ausgelegt, die Leute sind da in einer hoch gerannt. Mensch danach war ich alle. Aber es war ein wunderschöner Weg! Vorbei an Wasserfällen, Gletscher und endete an einem abgelegenen See.
Ach ja und am Sonntag war ich dann an den heißen Quellen, die es hier gibt. Das war auch super..leider gibt es noch keine Bilder weil ich kurzzeitig mein Ladegerät nicht gefunden hatte. Aber bald bald kommen diese auch..

Hier noch ein paar Bilder aus Chaiten. Im Hintergrund sieht man die Dämpfe des Vulkans, also ganz schlafen tut er noch nicht^^

1 Kommentar:

  1. Hört sich ja echt abwechslungsreich und interessant an! Du kommst bestimmt total durchtrainiert zurück ;).
    Hast du auch Bilder vom Gletscher gemacht?
    Hab dich lieb :)

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